Segelfliegen - Flugspass pur

Stramm... Fertig... Frei... - So wird dem Windenfahrer die Beschleunigung des Segelflugzeugs beim Start durchgesagt. Und "Frei" ist man nach dem Ausklinken des Seils wirklich: Kein Motor. Kein Propeller. Denken ist angesagt!

Segelfliegen ist nicht nur die einfachste, sondern vielleicht auch die spannendste Art sich vom Boden zu entfernen. Ein paar hundert Kilometer fliegen. Alles mit einem halben Liter Diesel für den Windenstart. Stundenlang.

Neugierig? Interessenten sind bei uns immer herzlich willkommen!

Bad Frankenhausen - Zu Gast bei Freunden

Der Flugplatz Udersleben nahe der Kurstadt Bad Frankenhausen war bereits zwei Mal Ziel einiger Segelflieger und sollte in diesem Jahr wiederaufgelegt werden.

Und so traf sich eine kleine Gruppe Segelflieger am 6. Juli 2012 zur Abfahrt zum schönen Kyffhäuser-Gebirge in Thüringen. Mitgenommen wurden vier Sitzplätze in Segelflugzeugen (Duo Discus, DG 300, DG 400) und leider nur noch vier statthafte Piloten, die Gruppe wurde durch Absagen verkleinert.

Die Anreise erfolgte Problemlos und gegen Nachmittag bei (noch) recht gutem Wetter. Der Empfang der dort ansässigen Segelflieger samt Vorstand Horst Dreischärf erfolgte herzlich und man konnte einige bekannte Gesichter wieder sehen. Durch das Entgegenkommen des Aeroclubs konnten wir den Duo Discus witterungsgeschützt unterstellen.

Die zwei darauffolgenden Tage sollten sich durchwachsen zeigen. Somit blieb Zeit zum Erkunden der Gegend, d.h. ein Besuch des Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf dem Kyffhäuser Gebirge und das Panorama-Museum, ebenfalls ein Stadtrundgang durch Bad Frankenhausen.

Am Montag endlich hatten wir eine Wetterlage, die das Fliegen erlaubte. Zwar war der recht Stramme Seitenwind nicht gerade optimal, dennoch konnte nach einem kurzen Mittagssnack die Gegend nach einem Flugzeugschleppstart mit Hilfe der Wilga erkundet werden.

Ebenso fliegbar war der Dienstag, sogar der Wind wurde schwächer. Nordhausen, Sonderhausen, Sömmerda, Sangershausen und der Kelbra-Stausee standen auf dem Programm. Am Nachmittag besuchten uns dann Wolfgang Jacobsen und Robert Schöpf mit ihren Motormaschinen aus Hamm, was wir zum Anlass nahmen, unsere Flüge erfolgreich zu beenden. In einer Gaststätte in Bad Frankenhausen ließ man den Abend in guter Atmosphäre und lustiger Runde ausklingen. Am Mittwoch verließen uns unsere Fliegerkammeraden, allerdings sollte sich der Tag als nicht sonderlich Segelflug-freundlich erweisen, sodass ein Besuch zur Goethe-und Schiller-Stadt Weimar anstand.

Der Donnerstag startete mit einem – wie immer – guten Frühstück und der allgemeinen Hoffnung : „Das könnte ja was werden…“. Aber nach kurzer Zeit wurde die Hoffnung durch aufkommende CB´s getrübt. Da der darauffolgende Tag unserer Abreisetag sein sollte entschieden wir uns, unsere Flugzeuge abzurüsten und den Tag am Flugplatz mit unseren thüringischen Freunden ausklingen zu lassen.

Am Freitag erfolgte dann die ebenfalls störungsfreie Abreise. Ein herzlicher Dank geht nun auf diesem Wege auch nochmals an den Aereoclub „Hans Grade“ Bad Frankenhausen e.V. und vor allem an Horst Dreischärf. Ohne seine Hilfe wäre dieser Ausflug nicht möglich gewesen. Man sieht sich im nächsten Jahr!

Mark Eickhölter, Heinz Brockmann, Willi Peters, Werner Rogge